Frank Quilitzsch: Ich Faust. Thomas Thieme. Gespräche, Verlag Theater der Zeit, Berlin 2008, 270 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, 18 Euro

„Ein furios auftrumpfender Interviewband“ (Der Spiegel)

„In den Texten erfährt man nicht nur jede Menge über den Menschen Thieme, sondern auch über die Lust und den Frust der deutschen Theaterwelt." (3sat)

„Da haben sich zwei Thüringer getroffen und den gut geballten Paperback als Biografieausrede zustande gebracht.“ (Der Tagesspiegel)

„Faust und Mephisto, der Theaterkritiker und die Rampensau, der Weggegangene und der Gebliebene. Sie reden über Gott und die Welt und ausdauernd vom Theater – und können allein über die Frage: ,Wie sprechen Sie eigentlich das Ach?’ zu Versgebäuden, Kleinfamilien und neuen Nazis kommen.“ (Eulenspiegel)

Herr Thieme im Telefonverhör

Seit neun Jahren sind sie im Dauergespräch – der Ost-West-Schauspieler Thomas Thieme und sein Kritiker Frank Quilitzsch, und jedes der für eine Tageszeitung geführten über 100 Telefonverhöre beginnt mit der Frage: „Herr Thieme, wo sind Sie?“ Thomas Thieme, Deutschlands Schauspieler des Jahres 2000, verkörperte in seiner Geburtsstadt Weimar den Faust, in München den Othello und spielte in Salzburg und Berlin alle vier Hauptrollen in Luk Percevals Molière-Projekt. Er stand in „Der Untergang“ und „Das Leben der Anderen“ vor der Kamera. 2009 verkörpert er in einer TV-Doku Helmut Kohl. Der Band „Ich Faust. Thomas Thieme“ bündelt die heiteren und ernsten Bekenntnisse des 1984 aus der DDR in den Westen ausgereisten und für seine Rollen am Frankfurter Schauspiel, Wiener Burgtheater, an der Berliner Schaubühne, am Deutschen Nationaltheater Weimar und in den Münchner Kammerspielen geschätzten Schauspielers auf ungewöhnliche, sehr lebendige Weise.